H. H. Pfarrer Peter Zillich  

*11.09.1957 Kleinbetschkerek   13.02.2019 Regensburg

Beim Kleinbetschkereker Heimattreffen 2015 in Forchheim

HOG Kleinbetschkerek

Liebe Landsleute, soeben erreichte uns die traurige Nachricht, dass unser Heimatpfarrer Peter Zillich am 13. Februar in Regensburg verstorben ist.

Für die Kleinbetschkereker HOG und für die Banater Landsleute ist es ein schwerer Verlust.

Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten.

 

Annemarie Obernhuber für den

Vorstand der HOG Kleinbetschkerek

 

 

 

Nachruf H. H. Pfarrer Peter Zillich

 

Der Kreisverband der Banater Schwaben Forchheim und die Heimatorts- gemeinschaft Kleinbetschkerek trauern um H. H. Pfarrer Peter Zillich, der in Kleinbetschkerek geboren wurde und der sich den Kleinbetschkerekern und allen in Forchheim angesiedelten Landsleuten aus den verschiedenen Banater Dörfern und der Kreisstadt Temeswar aufs Innigste verbunden zeigte.

Schon 1985 zelebrierte er in Forchheim zum ersten Mal für seine Landleute die Heilige Messe in der St. Martinskirche beim Heimattreffen der ehemaligen Dorfgemeinschaft, an dem sich die in alle Welt verstreuten Landsleute in Forchheim im Kolpingsaal begegnen konnten. Er erfreute sich stets an den Trachtenpaaren und rief die Trachtenkinder zu sich an den Altar, so dass sie in das Geschehen eingebunden wurden. Sie sollten sich auch ruhig hinsetzen, wenn ihnen das Stehen zu mühsam geworden war. Die „Röckestärkerinnen“ mussten das aushalten.

Der Weg war ihm nie zu weit  und die Zeit nie zu schade, auch als im Laufe der Jahre die Schar der Gottesdienstbesucher immer kleiner wurde. Es war ihm wichtig, die christliche Botschaft zu verkünden, die Menschen im Glauben zu bestärken und zu einem Vertrauen auf Gott zu ermuntern.

Durch seine persönliche, gütige und freundliche Art und als „Pfarrer mit dem Akkordeon“ berührte er seine Landsleute und alle Gottesdienstbesucher tief im Herzen.

Maria, die Mutter Gottes, wurde von ihm, gleich allen Banater Schwaben, liebend verehrt und auf einer CD in etlichen Liedern besungen.

In Forchheim freute er sich jedes Mal ganz offensichtlich über die musikalische Gestaltung der Gottesdienste durch die Banater Singgruppe unter Leitung von Franz Gottfried Huhn, seinem ehemaligen Amtskollegen.

Gerne unterhielt er sich mit den Landsleuten und hielt sich, wenn es ihm die Zeit erlaubte, auch noch beim anschließenden geselligen Zusammentreffen auf.

Seine Liebe zum Banat war immer zu spüren, seine Erfahrungen von Freude und Leid im sozialistischen Rumänien der Nachkriegszeit und die persönlichen Lebensberichte seiner Landsleute gaben ihm Anlass, sich mit vollem Elan für das Banat einzusetzen.

So forderte er in seinen Liedern und Predigten immer wieder dazu auf, die Werte der Banater Schwaben, Glaube, Fleiß, Anstand und Zusammenhalt, auch in der heutigen Zeit zu bewahren und weiterzugeben und vor allem, niemals aufzugeben, wenn es Schwierigkeiten und Probleme durchzustehen gilt.

Leider kann Herr Pfarrer Zillich nun nicht mehr wie geplant unserem Gottesdienst am 1. Juni 2019, um 15.00 Uhr, in der Burker Kirche Heilig Dreikönig vorstehen. Wir wollen seiner dann aber besonders gedenken und ihm dann in diesem Gottesdienst noch einmal die letzte Ehre erweisen.

H. H. Pfarrer Peter Zillich werden wir dankbar und liebevoll in unserer Erinnerung behalten.

Annemarie Obernhuber für den Vorstand des KV Forchheim und der HOG Kleinbetschkerek

 

Nachruf veröffentlicht in:  Nordbayerische Nachrichten, Fränkischen Tag  und Banater Post  Jahrgang 63, Nummer 5-6, Seite 17,  15. März 2019

 

           

 

Rosenkranz, Requiem und Abschied von Pfr. Peter Zillich
27.02.2019, 09:30 - 15:00 Uhr, Ort: Regensburg
09:30 Uhr: Rosenkranz in der Pfarrkirche St. Josef in Regensburg-Reinhausen, Donaustaufer Str. 29, 93059 Regensburg
10:00 Uhr: Requiem in der Pfarrkirche St. Josef in Regensburg-Reinhausen
14:00 Uhr: Beisetzung im Elterngrab auf dem Oberen katholischen Friedhof in Regensburg, Bischof Konrad Str. 11, 93053 Regensburg

 

 

 

 

Landsmannschaft der Banater Schwaben

HOG Kleinbetschkerek

 

 

Liebe Landsleute,

 

die Kleinbetschkereker haben sich gestern in Regensburg von ihrem Heimatpfarrer Peter Zillich verabschiedet.

Bei der Trauermesse in St. Josef Regensburg-Reinhausen und bei der Beisetzungsfeier am oberen katholischen Friedhof Regensburg wurde Pfarrer Zillich von 9 Banater Heimatpriestern und hunderten Banater Landsleuten auf seinem letzten Weg begleitet.

Als Dank für seine Verbundenheit zu Kleinbetschkerek, läuteten die Glocken der Kleinbetschkereker Kirche, in der Pfr. Zillich getauft wurde.

Er möge ruhen in Frieden!

 

Leider kann Herr Pfarrer Zillich nun nicht mehr wie geplant, unserem Gottesdienst beim Heimattreffen am 1. Juni 2019, um 15.00 Uhr, in der Burker Kirche Heilig Dreikönig vorstehen. Wir wollen seiner dann aber besonders in diesem Gottesdienst noch einmal gedenken.

H. H. Pfarrer Peter Zillich werden wir dankbar und liebevoll in unserer Erinnerung behalten.

 

 Hans Bappert

Im Namen des Vorstands der HOG Kleinbetschkerek

 

 

 

Zum Andenken das Sterbebild.

 

 

Videosequenzen vom Festgottesdienst beim Kleinbetschkereker Heimattreffen am 20. Juni 2015 in Forchheim und beim Kleinbetschkereker Heimattreffen am 17. Juni 2017 in Forchheim auf unserer Videoseite https://www.youtube.com/channel/UCCYFsYxkqSiJy1thPtYvP8g  oder Direktlink: https://www.youtube.com/watch?v=9byylPynRuE  und https://www.youtube.com/watch?v=7grB83sscTk 

 


 

Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V  

online 14.02.2019

https://www.banater-schwaben.org/nachrichten/verbandsleben/detail/2553-pfarrer-peter-zillich-gestorben/

 

In tiefer Trauer gibt die Landsmannschaft der Banater Schwaben bekannt, dass H. H. Pfarrer Peter Zillich geboren am 11. September 1957 in Kleinbetschkerek, aufgewachsen in Dolatz, 1984 zum Priester geweiht, am 13. Februar in Regensburg gestorben ist.

Als Priester, Stadtjugendseelsorger, Religionslehrer, Schulpastoral, bischöflicher Beauftragter für die Vertriebenenseelsorge in der Diözese Regensburg, Stellvertretender Landesvorsitzender Bayern der Landsmannschaft der Banater Schwaben, Präses des St. Gerhardswerkes hat er sich in vielen Bereichen bleibende Verdienste erworben.

Als "Pfarrer mit dem Akkordeon" fand er einen ganz persönlichen Weg, um sowohl die christliche Botschaft zu verkünden als auch seine Landsleute unmittelbar anzusprechen. Als Schuldirektor musste er seine Schullaufbahn aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden, für seine Landsleute war er jedoch nach wie vor da und unermüdlich unterwegs. Die Landsmannschaft der Banater Schwaben trauert um ein rastloses und engagiertes Mitglied unserer Gemeinschaft, die ihm sehr viel bedeutet und in die er tief einwirkte. Sein Wirken ist uns Verpflichtung. Den Angehörigen gilt unsere aufrichtige Anteilnahme. Möge er in Frieden ruhen.

Peter-Dietmar Leber
Bundesvorsitzender

 

 

 

Banater Post  Jahrgang 63, Nummer 5-6, Seite 17,  15. März 2019

Landsmannschaft der Banater Schwaben e.V  

online 16.03.2019 https://www.banater-schwaben.org/nachrichten/verbandsleben/detail/2581-seine-botschaft-wird-in-unserer-gemeinschaft-fortklingen-abschied-von-pfarrer-peter-zillich/

 

Seine Botschaft wird in unserer Gemeinschaft fortklingen. Abschied von Pfarrer Peter Zillich

 

16.03.2019 Verbandsleben Dokumentation

Erstellt von Peter-Dietmar Leber

 

Am 13. Februar verstarb in Regensburg Pfarrer Peter Zillich im Alter von 61 Jahren. Den Mitgliedern unserer Landsmannschaft war er vor allem als „Pfarrer mit dem Akkordeon“ bekannt, denn als solcher hatte er in den zurückliegenden 30 Jahren unzählige Maiandachten und Heimattreffen besucht, hatte Pilgergruppen begleitet, bei Kirchweihfesten heilige Messen gefeiert, Kinder getauft und manche Landsleute auf ihrem letzten Weg begleitet. Er tat dies in ganz Süddeutschland, in den letzten Jahren aber auch in den USA, in Kanada und in Entre Rios in Brasilien. Mit seinem Gesang, seiner offenen und herzlichen Art erreichte er nicht nur die Herzen seiner Landsleute, sondern auch die seiner Mitmenschen in Weiden, in Regensburg und überall dort, wo er Verantwortung in Kirche und Gesellschaft übernommen hatte.

 

Als „Neu-Evangelisierung“ würdigte der damalige Kurienkardinal Josef Ratzinger und spätere Papst Benedikt XVI. das schulische Wirken von Peter Zillich in einem persönlichen Brief, nachdem er sich über dessen Arbeit an der Europa-Berufsschule in Weiden und seine vielen außerschulischen Aktivitäten informiert hatte. „In unserer säkularisierten Welt, in der die Menschen oft wenig Orientierung finden und die auch arm geworden ist an menschlichen Werten, gewinnt das mutige Zeugnis für Christus, in dem die Menschenfreundlichkeit Gottes erschienen ist, und die treue Verbundenheit mit der Kirche neue Aktualität“, schrieb der Kardinal.

 

Peter Zillich wurde am 11. September 1957 in Kleinbetschkerek geboren, wuchs aber ab seinem zweiten Lebensjahr in Dolatz auf. Ab 1972 besuchte er die Kantorenschule in Karlsburg / Alba Iulia, wo er auch das Abitur ablegte. Bis 1980, dem Jahr seiner Flucht über die Grüne Grenze aus Rumänien, studierte er Theologie. Er setzte das Studium in Regensburg fort und wurde 1984 von Bischof Manfred Müller zum Priester geweiht. Er war Kaplan in Straubing, wirkte in Dingolfing und bekam eine Pfarreistelle in Gerzen.

 

Aus gesundheitlichen Gründen wechselte er 1995 an die Staatliche Berufsschule Weiden in der Oberpfalz. Hier wirkte er als Stadtjugendseelsorger und arbeitete in der Pfarrei St. Josef mit. In der beruflichen Weiterbildung wird er „Magister der Theologie“ und zum Schulpastoral für die beruflichen Schulen der Diözese Regensburg zertifiziert. Aufgabe vom Schulpastoral ist es, den Lern- und Lebensraum Schule mitzugestalten, die ganzheitliche Entfaltung junger Menschen zu fördern, diese zu begleiten, zu beraten, Räume der Begegnung und der Konfliktbearbeitung zu schaffen. In die Arbeit eingebunden werden Schüler, Lehrkräfte und Eltern. Über seine neue zusätzliche Aufgabe sagte Pfarrer Zillich damals: „Das größte Angebot, das wir jungen Leuten zu machen haben, sind wir selbst. Als Erwachsene, die ihnen zeigen, dass wir sie mögen; Erwachsene, die Freude an ihrer Entwicklung und an ihren Leistungen haben; Erwachsene, die erkennen, wenn es Probleme, Sorgen oder Durchhänger gibt; Erwachsene, die da sind, die Zeit haben und ein offenes Ohr; Erwachsene, die als authentisch, ehrlich und fair erlebt werden; Erwachsene, die Respekt vor der Würde des Einzelnen haben.“

 

Seit 1994 war Pfarrer Zillich Bischöflicher Beauftragter für heimatvertriebene Priester und Gläubige in der Diözese Regensburg, seit 2004 Oberstudienrat an der Europa-Berufsschule in Weiden, seit 2012 Studiendirektor. Vier Jahre später musste er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Schuldienst ausscheiden. Mit seiner offenen Art, seinem vorbehaltlosen Eintreten für seine Schüler und Mitmenschen, stets an das Gute im Menschen glaubend, habe er dabei den Charakter der Europa-Berufsschule wie kein anderer Geistlicher davor geprägt, sagte der Direktor seiner Schule Josef Weilhammer. Dass seine Banater schwäbische Herkunft und Denkweise bei manchen Projekten ausschlaggebend war, sei nicht verschwiegen. So ging er am Wohnhaus von Papst Benedikt in Regensburg vorbei und wunderte sich über den schlechten Zustand des Gartens und des Zaunes. „Das ist eines Papstes unwürdig“, sagte er und kam nach entsprechender Vorbereitung mit seinen Berufsschülern wieder. Es entstand ein Projekt, Folgeprojekte, mehrere Klassen und mehrere Partnerschulen wurden eingebunden, eine Solaranlage auf dem Dach installiert, vom Ertrag der Stromproduktion wurden weitere Projekte finanziert – bis heute.

 

Den Weg zur Landsmannschaft der Banater Schwaben fand Peter Zillich über den damaligen Münchner Kreisvorsitzenden Franz Andor. Es entwickelte sich eine langjährige und sehr gute Zusammenarbeit mit sämtlichen Gliederungen und Einrichtungen der Landsmannschaft und 2004 wurde Peter Zillich zum stellvertretenden Landesvorsitzenden Bayern gewählt. Dieses Amt hatte er bis zu seinem Tode inne und er nahm es sehr ernst. In fünfzehn Jahren hatte er keinen Sitzungstermin verpasst, immer wieder Projekte initiiert und mitbetreut. 2005 brachte der Landesverband Bayern einen Tonträger mit 18 Liedern von Peter Zillich heraus. Die Gesänge gehörten zum Teil zum allgemeinen Liedgut der katholischen Kirche, zum Teil waren es Neuschöpfungen und Vertonungen nach Texten von Banater Schwaben. Sie trafen die Gemütslage unserer Landsleute in einer Phase des Abschiednehmens von der Banater Heimat und des Aneignens einer anderen, einer neuen Heimat. Vielen waren sie dabei eine wertvolle Stütze. Auf seinen Wunsch hin wurde vom Verkauf einer jeden CD ein Euro für die Renovierung der Wallfahrtskirche Maria Radna zur Verfügung gestellt, es sollte ein Zeichen sein. Es folgte eine zweite CD mit Marienliedern, auch diese Edition war ein Erfolg. Mehrere tausend Tonträger haben ihren Weg in die Wohnungen und Häuser seiner Landsleute gefunden, die Lieder ihr Gemüt bewegt, sie in ihrem Glauben bestärkt. Es war ihre Sprache, er erreichte ihre Herzen. Als er Papst Benedikt XVI., damals schon emeritiert, vor fünf Jahren im Vatikan eine DVD mit seinen Liedern überreichte und entschuldigend hinzufügte, dass es nur ein einfacher Gesang sei, erfuhr er eine besondere Anerkennung: „Das Einfache ist meistens das Schöne und Wertvolle“. Er hatte sich darüber gefreut. Die meisten Landsleute erreichte Peter Zillich jedoch bei seinen unzähligen Terminen mit unseren Landsleuten in ganz Deutschland, aber auch in Österreich, im Banat, in Ungarn. Er betreute jahrelang Pilgergruppen nach Lourdes, nach Ave Maria Deggingen und Mariazell, er fuhr nach Maria Radna und Maria Tschiklowa, in der Mitte seiner Landsleute fühlte er sich wohl, hier war er daheim.

 

Im Jahre 2011 hat Dr. Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Pfarrer Peter Zillich zum Geistlichen Beirat des St. Gerhards-Werks ernannt. Er trat die Nachfolge von Monsignore Andreas Straub in diesem Amt an. Als Beirat und als Präses des St. Gerhards-Werks hat er in einer Phase der Umbrüche einen wichtigen Beitrag geleistet, dass das religiöse Leben aller Deutschen aus dem südöstlichen Europa fortgeführt wird.

 

Pfarrer Peter Zillich hat uns Banater Schwaben in vielen existenziellen Lebensphasen einen Weg gezeigt: Er floh aus dem kommunistischen Rumänien über die sogenannte grüne Grenze. Er hat hier sein Studium der Theologie fortsetzen können, als Priester gewirkt, eine erfolgreiche schulische Laufbahn eingeschlagen, aber immer auch eine Brücke in das Banat aufrechterhalten, zu den Menschen dort, zu unserer Kirche. Er hat uns darin bestärkt, uns zu unseren Prägungen, zu unserem besonderen Lebensweg zu bekennen, diesen Teil unserer Geschichte anzunehmen, egal wo wir heute leben. Er hat uns stets dazu angehalten, in den kleinen und einfachen Dingen das Große zu sehen und er hat uns immer wieder im Handeln für unsere Gemeinschaft bestärkt. „Das ist sehr wichtig, ich helfe mit“, sagte er. Zum letzten Mal im Januar dieses Jahres bei unserer Gedenkveranstaltung in München für die Opfer der Zwangsarbeit, von der auch seine Mutter betroffen war.

 

Hunderte Weidener, Regensburger und Banater Schwaben haben Peter Zillich auf seinem letzten Weg am 27. Februar begleitet. Das Requiem für den verstorbenen Priester bereitete der Pfarrer von St. Josef in Regensburg-Reinhausen Josef Eichinger vor, Hauptzelebrant war Prodekan Franz Ferstl. Unter den 34 anwesenden Priestern befanden sich auch zahlreiche Banater Priesterkollegen: Monsignore Andreas Straub, dessen verstorbener Priesterbruder Franz Straub als Pfarrer in Dolatz Peter Zillich den Besuch der Kantorenschule empfohlen hatte, Dekan Karl Zirmer, Pfarrer Paul Kollar, Pfarrer Günther-Diether Loch, Stiftskanonikus Josef Palfi, Pfarrer Josef Hell, Pfarrer Franz Maywurm, Pfarrer Otto Barth und Domkapitular Andreas Reinholz, der von Maria Radna als Vertreter der Heimatdiözese Temeswar angereist war. In der katholischen Pfarrkirche in Kleinbetschkerek hielt Pfarrer Boneventura Dumea zur gleichen Zeit eine Andacht. Auch in Weiden und in der Donauschwabensiedlung Entre Rios in Brasilien fanden Trauerrequiems für den Verstorbenen statt.

 

Ehrende Nachrufe hielten Dekan Karl Zirmer seitens des Südostdeutschen Priesterwerkes, Prof. Dr. Reinhard Bendel im Auftrag von Weihbischof Dr. Reinhard Hauke seitens der Arbeitsgemeinschaft katholischer Vertriebenenorganisationen (AKVO), Josef Lutz seitens des St. Gerhards-Werks, Domdekan Johann Neumüller seitens der Diözese Regensburg, Dekan Georg Flierl als Kurssprecher und Pfarrer Martin Stempfhuber als Sprecher der Pfarrei St. Bonifaz. Seitens der Europa-Berufsschule Weiden sprachen Oberstudiendirektor Josef Weilhammer und Studiendirektor Martin Krauß von der Fachschaft Katholische Religion. Den Nachruf der Landsmannschaft hielt Bundesvorsitzender Peter-Dietmar Leber. Eine Botschaft des Präsidenten des Landesverbandes der Donauschwaben in den USA, Robert Filippi, wurde verlesen.

 

Zum Abschied hatte eine Bläsergruppe der Original Banater Dorfmusikanten unter Leitung von Helmut Baumgärtner das beliebte Lied „Wie groß bist Du“, welches Pfarrer Peter Zillich bei vielen Gelegenheiten vortrug, einstudiert und in der Aussegnungshalle auf dem Oberen Katholischen Friedhof in Regensburg gespielt. Die Priester verabschiedeten sich am Grab mit dem marianischen Antiphon „Salve Regina“. Die Fahnenabordnungen der Kreisverbände Ingolstadt, München, Waldkraiburg  und Würzburg sowie der Heimatortsgemeinschaften Glogowatz, Neuarad, Nitzkydorf, Sanktanna, Sanktmartin und Wetschehausen senkten sich zum letzten Mal über dem Grab, als das Lied vom guten Kameraden erklang. Die anwesenden Mitglieder des Bundesvorstandes, der Landesvorstände Bayern und Baden-Württemberg, des Weltdachverbandes der Donauschwaben, der Landsmannschaft der Donauschwaben, die Vorstände der Heimatortsgemeinschaften Dolatz und Kleinbetschkerek, die Kreis- und HOG-Vorstände unserer Landsmannschaft und viele Landsleute von nah und fern verabschiedeten sich in Dankbarkeit und Trauer.

 

Das Akkordeon von Pfarrer Peter Zillich ist verstummt, die verkündete Botschaft bleibt aktuell und wird in unserer Gemeinschaft fortklingen.

 

Das Requiem für Pfarrer Peter Zillich in der Kirche St. Josef in Regensburg-Reinhausen wurde von 34 Priestern, darunter auch zahlreiche Banater Priesterkollegen, in Anwesenheit einer großen Trauergemeinde zelebriert.

Viele Landsleute, Funktionsträger und Fahnenabordnungen unserer Landsmannschaft begleiteten Pfarrer Peter Zillich auf dem Oberen Katholischen Friedhof in Regensburg auf seinem letzten Weg.             Fotos: Pfarreiengemeinschaft Reinhausen-Sallern

 


https://www.onetz.de/oberpfalz/weiden-oberpfalz/berufsschule-trauert-um-pfarrer-zillich-id2635287.html

15.02.2019

Berufsschule trauert um Pfarrer Zillich

von Ralph Gammanick, Bild: Kunz

Dem Papst baute er einen Zaun, mit dem Akkordeon baute er musikalische Brücken zur christlichen Botschaft. Jetzt ist Pfarrer Peter Zillich verstorben. Insbesondere die Europa-Berufsschule Weiden trauert.

 

Der „Pfarrer mit dem Akkordeon“. Peter Zillich ist jetzt in Regensburg verstorben. Spuren hinterlässt er unter anderem an der Europa-Berufsschule in Weiden, an der er über 20 Jahre wirkte.

Er hatte den Segen des Papstes. Zufällig hatte Pfarrer Peter Zillich im Jahr 2006 erfahren, dass beim Anwesen von Benedikt XVI. in Pentling etwas im Argen lag. Und er machte daraus ein schlagzeilenträchtiges Schulprojekt:  Mit Weidener Berufsschülern, Lehrern und sogar Schulleiter Heribert Mohr stellte er den Ratzingers einen neuen Zaun hin. Die Terrasse wurde neu gepflastert, eine Photovoltaik-Anlage aufs Dach montiert. Bei einem Treffen im September 2006 dankte der Papst den fleißigen Weidenern um Zillich. Jetzt ist der Pfarrer im Alter von 61 Jahren in Regensburg gestorben.

Nicht nur mit dem Papst-Zaun hat Zillich aufhorchen lassen, sondern - unter anderem - auch mit einem Musikinstrument: Als "Pfarrer mit dem Akkordeon" verkündete er die christliche Botschaft auf ungewöhnliche Art und Weise. Zillich, geboren in Rumänien, war Bischöflicher Beauftragter für die Vertriebenenseelsorge in der Diözese und stellvertretender Landesvorsitzender der Banater Schwaben.

1995 kam er als Religionslehrer an die Berufsschule in Weiden, wo er das "Team Schulpastoral" etablierte. 2011 wurde er zum Studiendirektor ernannt. Fünf Jahre später ging Zillich aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand. Wie kein anderer vor ihm habe er "den Charakter der Berufsschule geprägt", lobte deren Chef Josef Weilhammer. Auch außerhalb der Schule hatte Zillich viele Freunde. In St. Josef feierte er 2009 mit zahlreichen Gläubigen 25. Priesterjubiläum.


Allgemeine Deutsche Zeitung für Rumänien - online     http://www.adz.ro/lokales/

Sonntag, 17. Februar 2019

„Pfarrer mit dem Akkordeon“ verstorben
Banater Schwaben trauern um Peter Zillich
Von: Raluca Nelepcu


Pfarrer Peter Zillich vor zwei Jahren in Deutsch-Tschiklowa. Der Geistliche verstarb im Alter von 61 Jahren.   Foto: DFBB

Temeswar – Der römisch-katholische Pfarrer Peter Zillich, engagiertes Mitglied der Landsmannschaft der Banater Schwaben, ist am Mittwoch, dem 13. Februar, in Regensburg, Deutschland, verstorben. Pfarrer Zillich gehörte zu den Brückenbauern zwischen Deutschland und dem Banat, machte bei zahlreichen Wallfahrten aktiv mit und gehörte zu denen, die sich mit voller Tatkraft für die Belange ihrer Landsleute engagieren.

Geboren am 11. September 1957 in Kleinbetschkerek/Becicherecu Mic im Kreis Temesch, wuchs Peter Zillich in Dolatz/Dolaţ auf. Seine Priesterweihe erlebte er im Jahr 1984. „Als Priester, Stadtjugendseelsorger, Religionslehrer, in der Schulpastoral, als bischöflicher Beauftragter für die Vertriebenenseelsorge in der Diözese Regensburg, Stellvertretender Landesvorsitzender Bayern der Landsmannschaft der Banater Schwaben und Präses des St. Gerhardswerkes hat er sich in vielen Bereichen bleibende Verdienste erworben“, schreibt Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben, in der Ankündigung. „Sein Wirken ist uns Verpflichtung“, fügt Peter-Dietmar Leber hinzu.

Pfarrer Zillich war im Banat und darüber hinaus als „Pfarrer mit dem Akkordeon“ bekannt – das war seine persönliche Art, die christliche Botschaft zu verkünden. Bei vielen Wallfahrten nach Maria Radna, im Kreis Arad, wie auch zur Maria-Fels-Wallfahrtskirche in Deutsch-Tschiklowa/Ciclova Montană, im Banater Bergland, war Pfarrer Peter Zillich gern dabei.